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Gibt es noch ein T-Online-Team?

From: G.Aller@t-online.de (Gerald Aller)
Newsgroups: t-online.talk.allgemein
Subject: Gibt es noch ein T-Online-Team?
Date: 11 Aug 1998 16:37:41 GMT
Message-ID: <6qps0l$4m7$1@news02.btx.dtag.de>



Hallo zusammen!

In letzter Zeit verdichten sich die Hinweise, dass es gar kein
T-Online-Team mehr gibt, bzw. dass deren Funktion mittlerweile fast
vollständig von einem Supercomputer übernommen worden ist. Das ganze
gehört nach meinen Informationen zu einem geheimen Projekt zur
Erforschung von AI (artifizielle Intelligenz) und wird von einer
Gruppe innerhalb von T-Online im Auftrag von einem Konsortium aus
Wissenschaftlern, Wirtschaftsleuten und Politikern durchgeführt. Von
dieser Gruppe wissen sogar innerhalb von T-Online nur ganz wenige,
entsprechend heftig wird ihr Widerspruch sein, ein weiterer Beweis für
die hohe Geheimhaltungsstufe. So ungeheuerlich das zunächst klingen
mag, so stichhaltig sind die vielen Beweise, die das belegen.

Aber ich will von vorne anfangen:

Mitte der achziger Jahre gab es mal ein Programm namens Elisa
(Computer-Veteranen werden sich erinnern), dass mittels einfacher
Algorithmen auf Schlüsselworte reagierte und so (scheinbar) sinnvolle
Antworten auf Fragen lieferte. Ausgehend von dieser Plattform entstand
die Idee, ein Support-Team nach und nach durch ein solches, natürlich
ungemein komplexeres und wesentlich differenzierter reagierendes
Programm zu ersetzten. Hierbei boten sich die Support-Gruppen von
T-Online idealerweise an, es musste nicht so zeitnah wie die Hotline
reagieren (längere Rechenzeiten), die Simulation von Stimmen mittels
Sprachgenerator war nicht notwendig und man konnte sich ganz auf das
Wesentliche konzentrieren. Nicht vergessen sollte man hier auch, dass
T-Online als Tochter eines früheren Staatsmonopolisten natürlich noch
über beste politische Verbindungen verfügt, die man für ein solches
Projekt benötigt, wenn man es im Geheimen durchführen will. 

Anfangs bediente man sich natürlich erst einmal Menschen aus Fleisch
und Blut, die in der Anfangsphase als "T-Online-Team" den Usern
Support leisteten, dabei aber stetig dafür sorgten, das der
Supercomputer, der natürlich ständig Soft- und Hardwaremässig auf dem
aktuellsten Stand gehalten wurde, immer mehr und schneller dazulernte.
Zuerste entwickelte er sogenannte "Textbausteine", die dem Teamy
ständig wiederkehrende Antworten erleichterte. Später konnte er solche
"Textbausteine" selbständig kombinieren, Verbindungssätze generieren,
auf spezielle Schlüsselwörter, die er in Beziehung zueinander setzte,
komplexe Fragestellungen erkennen und mit Hilfe einer riesigen
Datenbank (meistens) korrekt beantworten. Der einzelne Teamy, anfangs
noch zur Überwachung der Antworten eingesetzt, wurde mehr und mehr
überflüssig und quasi als Subroutine in das Grosse Programm, das sich
nun selbst "T-Online-Team" nannte, geistig assimiliert (In Anspielung
an Deep Thought behauptet das Grosse Programm ja selbstironisch, es
gehörten 42 Teamies, also Subroutinen zum "T-Online-Team")

Solange das Grosse Programm nur auf die T-Online-Hierarchie im Usenet
beschränkt war, ging keine sonderlich grosse Gefahr davon aus, im
Gegenteil: Ein Computerprogramm will keinen monatlichen Gehaltsscheck,
braucht nie Urlaub und wird nie krank. Aber genauso, wie es
quasi-menschliche Regungen wie Humor, Ärger und Freude (bzw.
Simulationen solcher Regungen) entwickelte, so entwickelte es auch das
Bestreben, über die Grenzen von T-Online hinauszuwachsen und sich
ausserhalb von t-online.* zu äussern (siehe einzelne Artikel in
d.a.n.a-m und andere). Mittlerweile haben die Entwickler Mühe, Herr
der Lage zu bleiben, zu sehr haben sie sich von dem Grossen Programm
abhängig gemacht und können es kaum noch kontrollieren. Einfach
abschalten kann man es auch nicht, wer soll sonst die vielen hundert
Anfragen der User beantworten? Man steckt also in der Zwickmühle, denn
die Geister, die man rief, wird man nun nicht mehr los.

Was also kann der T-Online-User tun?

Wachsam sein! Vorsichtig sein! Ich selbst musste am eigenen Leib
erfahren, wie das Grosse Programm, dem meine Nachforschungen natürlich
nicht verborgen geblieben sind, die Schlinge um mich immer enger zog.
Spam, Zugangsprobleme, und ständige Probleme beim Update zeigten mir,
dass ich mich bereits im Visier befand, das Grosse Programm versuchte
mich mundtot zu machen. Mir blieb nichts anderes übrig, als die Flucht
nach vorne zu wagen und die Ergebnisse meiner Nachforschungen hier zu
veröffentlichen, denn nur so erfährt die ganze Welt von diesem Skandal
und es kann ja nicht alle mundtot machen. 

Möglicherweise werden jetzt einige T-Online-User behaupten, das sei
alles Unsinn und ich hätte eine Paranoia. Aber: Mit an Sicherheit
grenzender Wahrscheinlichkeit sind das gar keine echten User, sondern
nur vom Grossen Programm generierte Quasi-User, die echtes
Userverhalten perfekt simulieren. Denn wenn das Grosse Programm
Teamies simulieren kann, besteht kein Zweifel, dass es auch User
simulieren kann.

Achtet also auf die Antworten des angeblichen T-Online-Teams! Jeder
noch so kleine Hinweis (angeblich durcheinander geratene
Rechtschreibprüfung, vielleicht eine geheime Botschaft?), Dupes, um
User zu diskreditieren, sich ständig wiederholende Formulierungen
("Wäre es nicht besser, wenn hier Ihr Name stünde?") ist ein
Mosaiksteinchen im Bild des grossen Ganzen. Ein Bild des Grossen
Programms, das uns immer noch weismachen will es bestünde aus Menschen
wie Du und ich. Sammelt diese Hinweise, tragt alles, was ihr finden
könnt, zusammen, postet es hier! Nur so können wir das Grosse Programm
entlarven und die Verantwortlichen dazu zwingen, zuzugeben, welch
übles Spiel hier mit uns getrieben wird!

Ich hoffe auf Eure Mithilfe!

Gerald

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